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 Betreff des Beitrags: Bremsanlagen-Revision
BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 22:41 
Hilfe zur Vorderradbremse / Inspektion
Ist-Zustand:
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1.
Alle Schrauben die am Bremssattel gelöst werden müssen und können bitte noch im eingebauten Zustand lösen. Im ausgebauten Zustand läuft man Gefahr sie nicht auf zu kriegen und man muß den Sattel dann irgendwie einspannen. Bremsleitungen bitte noch montiert lassen!
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Im ausgebauten Zustand ist deutlich der Verschmutzungsgrad der Bremskolben und Zangen, sowie der Bremssattel-Bügel zu erkennen.
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2.
Beläge ausbauen, Belaghalter und Belagfeder zur Reinigung gesondert weglegen.
Ein geeignetes Gefäß(keine Bier-Pulle :razz: ) besorgen in das die Bremsflüssigkeit fließen kann.
Von Vorteil ist ein Helfer der den Vorratsbehälter im Auge behält und vorsichtig pumpt.
Wenn der Kolben zu zweidrittel aus dem Zylinder gedrückt ist kann man ihn mit der Hand heraus nehmen.
Bitte vorsichtig sein und nicht fallen lassen! :o
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Sind alle vier Kolben zu zweidrittel ausgedrückt kann man die Bremsleitungen von den Sätteln lösen, es läuft Bremsflüssigkeit aus also aufgepasst!

So sahen die Bremsbeläge und Bremszangen nach Ausbau aus.
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3.
Bremssattel von Bremssattel-Bügel lösen und die Teile für rechte und linke Seite getrennt hinlegen, anschließend gründlich reinigen. Ich habe zum Reinigen Benzin benutzt und die Teile danach noch mit Bremsenreiniger geflutet. Vor der Reinigung sämtliche Dichtringe entfernen und den Nuten in der Zange besondere Aufmerksamkeit widmen. Habe dafür eine plattgeklopfte Reißnadel benutzt, aber vorsichtig arbeiten und keine Kratzer oder Riefen reinmachen. Die Entlüftungsschraube auch schön sauber machen.
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Hier mal der Unterschied, links Kolben gereinigt rechts Kolben poliert!
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4.
Die Bremskolben habe ich zuerst mit feuchten Industrie-Reinigungstüchen vom groben Schmutz befreit, man kann dazu auch Baby-Feuchttücher benutzen :razz: ! Anschließend mit Autosol-Politur poliert und zum Schluß wieder mit Bremsenreiniger entfettet. Danach die Dichtungen mit ATE-Bremsenpaste eingefettet und in die Nuten im Bremssattel eingesetzt, dann die ebenfalls eingefetteten Kolben vorsichtig an ihren Bestimmungsplatz zurück gedrückt. Bitte vorsichtig und mit Gefühl arbeiten, damit keine Dichtung beschädigt wird. Die Sattelmanschette und die Bügelstiftmanschette leicht einfetten und aufsetzen dabei auch die Metallstifte schmieren um den Schwimmsattel auch als solchen nutzen zu können.
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Mein Sattel bewegte sich nach dem Ausbau nicht auf dem Bremssattel-Halter, nach Reinigung und Schmierung kann man auf den Bildern etwa sehen, wieviel Spiel die Manschette eigentlich zuläßt!
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5.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, also gereinigte und entfettete Bremsbelaghalter u. Bremsbelagfeder in den Sattel montieren, die Beläge einsetzen und die Belagseite auf die der Bremskolben drückt dünn mit Kupferpaste bestreichen. Bremsankerschrauben mit Loctite mittelfest einsetzen um Korrosion und Festfressen zu verhindern. Bitte alle Schrauben mit den richtigen Drehmoment-Werten anziehen! :schlaumeier:
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6.
Jetzt ist Helferlein wieder wichtig!
Bremsleitungen mit Bremsflüssigkeit spülen, heißt Vorratsbehälter immer wieder auffüllen, pumpen und die Bremsflüssigkeit in entsprechendem Gefäß auffangen. Ich möchte damit erreichen, daß evt. Verschmutzungen aus den Leitungen gespült werden. Es wurden ca. zwei Behälterfüllungen durchgepumpt, man gönnt sich ja sonst nichts! :razz:
Anschließend die Bremsleitungen mit neuen Dichtungen, sehr wichtig, wieder montieren und die Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen. :schlaumeier:
Anlage entlüften und wenn alles passt vorsichtige Testfahrt unternehmen!
Hier sieht man die Radialbremspumpe der PC40 in angebautem Zustand.
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Es ist noch zu erwähnen, daß an der neuen Bremspumpe eine Entlüftung ist, die auch zu entlüften ist!
Bin gestern 220km mit meinen Jungs gefahren(PC31/PC35), es ging zügig zur Sache und die renovierte Bremse funktioniert tadellos. Ich habe den Eindruck sie läßt sich feinfühliger dosieren, aber da kann ich mich auch täuschen.
Den ganzen Aufwand bereue ich nicht, da ich glaube, daß in den 15J. die mein Mopped jetzt alt ist, der Bremse noch nie so viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
Das Ergebnis ist für mich mehr als befriedigend! :top:

Die alte SpeedTriple-Bremspumpe nehme ich bei Gelegenheit auseinander da ich immer noch der Meinung bin, daß der Fehlerteufel da steckt. Bremsflüssigkeit wechsel ich im Übrigen jede Saison.

Abschließend hoffe ich eine einigermaßen verständliche Anleitung geschrieben zu haben und bitte immer die Reparatur-Anleitung daneben liegen haben, ich habe auch viel reingeschaut und es hat geholfen.


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Hab hier mal eine Kopie deines Beitrags reingestellt.
Hilft sicher vielen, danke!


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