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 Betreff des Beitrags: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Fr 27. Nov 2020, 19:31 
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Moin liebe Gemeinde,
da meine Hornet S(pecial) vorerst auf ca 48PS läuft stelle ich mir nun die Frage was für Pellen sinnvoll sind.
Mit der Suche hab ich leider nix auf die schnelle gefunden.
Ich bin Michelin Liebhaber und wollte fragen ob jemand auf der gedrosselten mal die Powers probiert hat.
Die kleben bei genug Leistung ja ohne Ende nur, bekomm ich mit 48PS genug Kraft um die ernsthaft zu bespaßen?
Mir bringt ja der beste Reifen nichts, wenn er immer kalt ist und deshalb nicht klebt...

Ich freu mich auf euer Feedback

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2020, 16:42 
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Ja die funktionieren auch mit 48PS.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2021, 01:48 
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Bin auch mit 48PS den PiPo gefahren, guter daily reifen aber er kann wirklich kurven im sommer nicht ab. Der ist mir 1x gut weggeschmiert, woraufhin ich mal angefangen habe Temperatur zu fühlen und der war so warm, dass ich den kaum anfassen konnte. Außerdem ist die Laufleistung echt net soo (4-6tkm bei mir).

Ich bin dann auf den Dunlop Sportsmart MK3 umgestiegen, wesentlich mehr Grip, agiler, präziser und sogar mehr Laufleistung (hinten schon über 6500 drauf). Der kostet zwar ein paar Taler mehr, ist es aber echt wert! Noch nie überkocht bei wesentlich schnellerer Fahrweise als der Pipo und das Vertrauen ist auch wesentlich größer.

Mir sinds die paar Euro schon wert, dass ich ein besseres Gefühl habe und schneller fahren kann.

MfG Alex


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2021, 02:50 
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Welchen Unterschied macht die Leistung jetzt genau am Vorderrad? :lol:

Nach der Logik müsste es vorn ja praktisch gefrieren, oder so...


Nä. Also im Ernst: ob da 12 oder 1200 KW anliegen ist bestenfalls sekundär, wenn nicht gar vollkommen egal. Gewicht vom Mopped, Außen- und Straßentemperatur, Fahrweise, Schräglage... alles wesentlich definierender als die Leistung am Hinterrad und nichts davon ändert sich durch einen Vogel im System ;)

Evtl bin ich ja nur unwissend, aber ich hab noch nie versucht mein Hinterrad durch hartes Angasen warm zu kriegen. Im Gegenteil: solange die Pelle hinten kalt ist, bin ich mit der Gashand äußerst vorsichtig. Erst heute hab ich meine beiden aus dem Winterschlaf erweckt (vor ein paar Tagen -22°C und in ein paar Tagen angeblich 19°C :o ) und mir ging bei eiskalter Pelle direkt 3-4 mal das Hinterrad leicht weg beim sanften Beschleunigen innerorts.

Du kriegst nur so viel Leistung auf die Straße, wie die Pelle hinten auf den Asphalt kleben kann - nicht anders herum. Es ist "Je mehr kleb hinten, desto mehr dreh am Griff" und nicht "Je mehr Dreh, desto mehr Kleb". Meine ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2021, 08:30 
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Der PiPo ist auch auf schwereren und stärkeren Maschinen als der Hornet problemlos gelaufen. Jahrelang war der Reifen der Geheimtipp und auch heute ist er immer noch gut. Eine 48PS Hornet überfordert den bestimmt nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2021, 10:37 
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Beispielsweise bei einer schweren X11 gibts Probleme mit Schmieren bei sportlicher Fahrweise und hohen Temperaturen.
Wobei meine Hornet ja am Ende ca 60kg leichter sein wird als die X.

@Almaru welchen PiPo bist du denn gefahren? den 5er oder n olleren?

Alternative auf die viele schwören is der "neue" Road5, is wohl gut geworden oder der aktuelle Metzeler M9RR...

Für mich muss n Reifen einfach funktionieren, so tief-gehend hab ich mich damit bisher nich beschäftigt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 12:55 
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vertex hat geschrieben:
Nä. Also im Ernst: ob da 12 oder 1200 KW anliegen ist bestenfalls sekundär, wenn nicht gar vollkommen egal. Gewicht vom Mopped, Außen- und Straßentemperatur, Fahrweise, Schräglage... alles wesentlich definierender als die Leistung am Hinterrad und nichts davon ändert sich durch einen Vogel im System ;)

Naja, son bissi Einfluss hat Leistung schon.
Mehr Leistung = schnellere/stärkere Bescheunigung = mehr Belastung am Reifen = mehr Walkarbeit = höherer Schlupf des Reifens = mehr Reibung = mehr Wärme.
Die höhere Geschwindigkeit muss durch mehr Bremsen auch wieder eingefangen werden = mehr Walkarbeit des Reoifens = mehr Reibung = mehr Wärme.

Fährt man die 150PS Maschine genauso vorsichtig wie die 27PS Maschine, dann zählt das natürlich nicht. Das alles hat schon recht viel mit dem Fahrer und dessen Hände/Fuß zu tun.... (Gas/Bremse)
Auf kernige Schräglagen oder in die Kurve rein Bremsen sollte man bei kalten Reifen verzichten.

vertex hat geschrieben:
Evtl bin ich ja nur unwissend, aber ich hab noch nie versucht mein Hinterrad durch hartes Angasen warm zu kriegen. Im Gegenteil: solange die Pelle hinten kalt ist, bin ich mit der Gashand äußerst vorsichtig.

Solange es geradeaus geht, gebe ich auch bei wenig Grip viel Gas um den Reifen aufzuwärmen, umgekehrt Bremse ich vorn aber natürlich auch hinten relativ hart um den Reifen vorn warm zu bekommen. Alles natürlich NACH und VOR der Kurve.

vertex hat geschrieben:
Erst heute hab ich meine beiden aus dem Winterschlaf erweckt (vor ein paar Tagen -22°C und in ein paar Tagen angeblich 19°C :o ) und mir ging bei eiskalter Pelle direkt 3-4 mal das Hinterrad leicht weg beim sanften Beschleunigen innerorts.

Was eher an der noch vorhanden Salzschicht liegen dürfte.

vertex hat geschrieben:
Du kriegst nur so viel Leistung auf die Straße, wie die Pelle hinten auf den Asphalt kleben kann - nicht anders herum. Es ist "Je mehr kleb hinten, desto mehr dreh am Griff" und nicht "Je mehr Dreh, desto mehr Kleb". Meine ich.

Sehe ich etwas anders, siehe oben. :wink:
Nur der Dreh zur falschen Zeit und an der falschen Stelle ist ein Problem. :D


Es gibt Reifen, gerade Supersport und/oder Hypersportreifen, die nur im relativ hohen Temperaturfenster richtig gut funktionieren. Pirelli Super Corsa wäre so einer. Den würde ich z.B. nicht auf eine 48PS Maschine machen, es sei denn es ist ein Supersportler mit dem ich auf der Rennsstrecke es krachen lassen.
Übrigens ist denen Wärme so wichtig, dass man immer wieder sieht wie auf solche Reifen bei Trackdays Heizdecken gemacht werden, die den Reifen bis auf ca. 80° vorheizen.
So ein Hypersportgummi kann bei Temperaturen um 20° sogar während der Fahrt wieder (zu) kalt werden, wenn man nicht hart genug angast.

Allgemein:
Son Michelin Trip ist nett, aber man sollte auch mal links und rechts auf dem Markt gucken.
Conti Road Attack 3 und Metzeler M7RR oder M9RR brauchen so gut wie nicht warm gefahren zu werden... ich liebe deshalb diese Reifen.
Für die Rennstrecke sind die Conti3 nix, weil zu schnell zu heiß.
Der M7 und M9 macht sogar noch die Renne gut mit.

Meine persönliche Empfehlung für einen Rundum-Sorglos-Reifen ohne Rennstreckeneinsatz auf einer 48PS Feile wäre der Conti Road Attack 3. der hält sogar rund 1000 km länger als der M7RR / M9RR

Zum Road 5 kann ich sage, dass der nicht schlecht sein soll, der Vorderreifen ist aber glaub recht schnell abgefahren.
Bin aber kein ausgemachter Michelinfan, weil ich bei Regen nicht fahren muss.
So wie ich quer gelesen habe, ist der Unterschied zwischen Michelin R5 und Conti 3 nicht wirklich nennenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 14:30 
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Horrnet hat geschrieben:
Solange es geradeaus geht, gebe ich auch bei wenig Grip viel Gas um den Reifen aufzuwärmen, umgekehrt Bremse ich vorn aber natürlich auch hinten relativ hart um den Reifen vorn warm zu bekommen. Alles natürlich NACH und VOR der Kurve.

Da möchte ich dagegenstimmen. :D

Ziel ist nicht eine warme oder heiße Reifenoberfläche sondern eine warme Felge. Erst dann ist ein Reifen gut durchwärmt und kann sein Bestes geben.

Mit hartem Beschleunigen bei kaltem Reifen sorgst du in erster Linie nur für eine sehr heiße Reifenoberfläche (besonders durch den starken Schlupf bei kalten Reifen). Natürlich zieht sich die Wärme irgendwann auch so durch bis zur Felge, nur dabei nimmt man sehr starken Reifenabrieb in Kauf....von dem du nicht mal etwas hast, da trotzdem nicht der volle Grip da ist.

Genauso wenig bringt das harte Ankern etwas, da dies meistens mit nur sehr kurzem Abbremsen verbunden ist und somit nur relativ kurz Wärme in den Reifen "gepumpt" wird....außer wir reden von 200km/h hart runterbremsen mit kalten Reifen....dann hätte man auch eine längere Bremsphase. Ist halt mehr als fraglich, ob man das Empfehlen kann. :lol:

Das beste Beispiel dafür, dass nur ein langsames, gleichmässiges Erwärmen sinnvoll ist, sind Reifenwärmer.
Diese müssen schließlich mindestens 60min montiert sein, damit der Reifen optimal vorbereitet ist und sie schießen auch nicht aus dem Nichts mit 200°C auf die arme Pelle.

Und das allerschlimmste....Junge....wenn der Reifen kalt ist, ist es der Motor auch. :eek: :eek: :eek:
Das arme Ding.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 17:05 
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Dann stimm mal dagegen...

Deine Theorien in allen Ehren... aber das ist leider alles viel zu spitz gedacht, da passt ja quasi nix.... :eek:

Aber wier sind hier nicht auf der Renne... ist also satt am Thema vorbei. :nix:

Zur Info: Es geht um einen Reifen für eine 48 PS Hornet.

Deshalb möchte ich das gar nicht weiter kommentieren. :-?


Zuletzt geändert von Horrnet am Mi 24. Feb 2021, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 17:08 
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Was denn nun kalt/warm is/ sein muss kommentiere ich nich weiter.
Is Füsikalisch ja leicht zu erkennen, Thema Wärmekapazitäten und thermischer Widerstand :schlaumeier:

Zum Thema "der arme kalte Motor" der kann ne Menge ab. Weiß ich aus Erfahrung.
(Anständige) Honda Motoren sind eigentlich nicht kaputt zu kriegen, vor allem wenn sie halbwegs zwischen den Belastungen gepflegt werden.
Aber Back2Topic:
Ich habe, auch wenn ich eigentlich den PiPo5 kaufen wollte spontan den M9RR gekauft, mein Reifenvogel meinte der is toll und auch an einigen anderen Ecken hörte ich, dass der super seie.
Sowohl warm, kalt, nass.
Der würde wohl alles mitmachen und trotzdem einige Zeit halten.

Ich bin gespannt und werde natürlich berichten :zustimm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 17:31 
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Ich weiß gar nicht, was alle immer mit der Leistung haben.

Hängt doch weit mehr von Fahrstil, Schräglage, Luftdruck, Drehmoment usw. ab, welcher Reifen für einen persönlich am besten ist.

Aber egal.


Davon abgesehen ging es mir nur darum, darauf hinzuweisen, dass deine Art den Reifen aufzuwärmen, nicht unbedingt - objektiv betrachtet - das Ideal dastellt.
Aber wenn du dich damit wohlfühlst, ist doch eh super.

Und dass wir auf der Straße weder die Temperaturen der Rennstrecke brauchen (sind ja auch andere Reifen) noch im Normalfall überhaupt erreichen, ist eh klar.
Deswegen muss auch niemand 5h warmfahren bis man die Wärme an der Felge spürt. Wie gesagt, andere Reifen, die schon bei weniger Hitze funktionieren.

Aber wie vertex schon schrieb....nicht deine rechte Hand entscheidet über den Grip, sondern der Reifen. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 17:31 
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Da hst du eine sehr gute Wahl getroffen.

Mit dem M9RR bist du bestens bedient!!! :zustimm:


PS:
Warmfahren ist "leider" sehr wichtig... auch bei Honda, bei jedem Verbrennungsmotor, immer!
Wer nicht warm fährt, kennt sich mit den Vorgängen im Motor nicht aus... man erkennt am Kolben ob jemand den Motor kalt gedreht hat, da sind solche Schleifspuren an Kolben und Zylinderwand und die sorgen wenn es blöd läuft irgendwann für Ölverbrauch und weniger Kompression - nicht gut.

Stell dir einfach folgendes bildlich vor: Motor kalt.
Du startest, die Kolben wetzen hoch und runter, der Kolben ist aus Aluminium (hohe Wärmeleitfähigkeit), direkt über ihm ein Feuerwerk aus Hitze und Druck, zwischen Zylinderwand und Kolben sind 0,02 bis 0,03mm Luft, dort befindet sich noch zähes Öl (weil kalt) Öl hat seine volle Schmierfähigkeit erst ab 80°C, erst dann ist der Schmierfilm stabil und kann nicht mehr so leicht reißen.
Der Kolben wird heißer und dehnt sich aus, der Spalt zwischen Kolben und Zylinder wird kleiner, fast 0,01mm (kritisches Spiel!), der Zylinder ist Wassergekühlt, wird also viiiiel später heiß (und dehnt sich aus) als der Kolben selbst.
Nun drehst du hoch, das Öl ist noch zu dick, der nun zu dünne und kalte Ölfilm reißt, jetzt besteht die Möglichkeit, dass Kolben und Zylinderwand sich berühren und Kratzer verursacht - scheiße!

So ungefähr ist das, habe es recht kurz beschrieben ich hoffe du kannst es dir vorstellen und dann nachvollziehen. 8)

Wichtig ist halt, dass jedes Bauteil komplett auf Betriebstemperatur ist und sich so die bestmöglichen Toleranzen einstellen können. Solange der Motor noch kalt ist, sind die Toleranzen nicht in ihrem soll, dass ist der Grund weshalb warm gefahren werden muss!

Je besser und hochwertiger der Motor, desto geringer das Spiel (die Toleranzen), desto wichtiger das warm fahren. :moped:


...und..das war nur ein Beispiel im Motor, da gibts noch jede Menge Ecken bei denen es darauf ankommt, dass der Ölfilm nicht reißt, also das Öl auf Betriebstemperatur sein muss, BEVOR man richtig Gas gibt. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 22:46 
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In der Theorie hast du Recht.
Ich gebe dir völlig Recht.

Nur zeigt die Realität dass bspw son X11 Motor nich klein zu kriegen is und auch die „kalt in den begrenzer“- Motoren 60/70t und mehr machen.
Ob das sein kann oder nich, sie tun es.

Schön, dass der M9 wohl ne gute Wahl war. Hab vorhin Info bekommen: er is sogar schon da:)

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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2021, 00:10 
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70Mm? Da ist son Motor ja gerade erst eingefahren... sofern man ihn pfleglich behandelt hat. Da ist der gerade erwachsen und hält noch mindestens weitere 130Mm... sofern man ihn weiter pfleglich behandelt :D

Lässt die Aussage denn den Rückschluss zu, dass ein "kalt in den Begrenzer" gefahrener Motor nach 60/70Mm fritte ist? Nur falls dem so ist: Das wär ja katastrophal und das beste Argument fürs Warmfahren! :o (hab ich aber zum Glück noch nie mitbekommen und hoffe, dass da draußen keine Honda-Motoren so in ihrer Jugend totgequält werden :lol: )


@Horrnet
Ajo, je mehr man das Gummi beansprucht, desto wärmer wird es, ja, das streite ich nicht ab. Der Rückschluss, dass eine Maschine mit wenig Leistung einen Reifen nicht warm kriegt ist allerdings eher nicht so einfach "direkt" zu ziehen - von irgendwelchen Rennsportpellen mal abgesehen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilot Power bei 48PS sinnvoll?
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2021, 08:38 
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In meiner Jugend hatte ich auch eine Honda MBX 80, warmfahren? Kannte ich nicht!
Tuning? Normal!
100ccm autisa stromungsoptimiert, 21er Vergaser, passender Ansaugstutzen, Carbonmembran, Tuning CDI (französische oder holländische, halt ohne Drehzahlbegrenzung) angepassteÜbersetzung... war so ziemlich die stärkste MBX 80 die es im weiiiten Umkreis gab, die hatte soviel Schub, dass mir regelmäßig die Motorhalterungen abgerissen sind.. Habe nur einmal eine schnellere in Ffm getroffen, der hatte einen 24PS Crossmotor eingebaut, inkl Rahmenunterzüge umgeschweißt - irrer Typ!

Aber nun zum Kern. Einfahren? ...konnte ich auch nicht, was war die Quittung?... Kolbenfresser nach weniger als 10km, trotz zusätzlich Öl im Tank und für mich schonend fahren. Also Kolben wieder raus, die Fressstellen an Kolben und Zylinder abgeschliffen, und wieder eingebaut. Trotzdem immer kalt gedreht...war ja cool.
Da der Motor eh alle 3000km neue Kurbelwellenlager brauchte, dass war ca. alle 5 Wochen der Fall, habe ich den Kolben und Zylinder alle 5 Wochen gesehen. (Hatte immer einen Ersatzmotor im Regal den ich, während der andere lief, repariert habe).
Da sind sogar noch kleinere Fressstellen hinzu gekommen, die hatte ich aber nicht bemerkt, dass sind dann die klassischen Stellen bei denen der Ölfilm gerissen ist, aber dem Kolben auf lange Sicht schaden.

Im Laufe der Zeit wurden die Auswaschung immer größer, der Kolben klapperte nach einem Jahr wie ein Sack Nüsse, lief aber ganz gut und zuverlässig... man muss bedenken, dass war ein 2-takter, die verzeihen mehr als ein 4-takter!

Das gleiche habe ich mit meinen 1. Auto gemacht....alter.. der hat keine 15.000km gut funktioniert, immer kalt getreten bis zum maximum, sprang immer schlechter an wann er kalt war, hatte untenrum wenig Leistung, dann irgendwann ne Kompressionsmessung gemacht, ein Zylinder 50% unter soll, die beiden äußeren Zylinder waren noch gerade so okay. Der Motor lief nur noch mit Drehzahl, untenrum war keine Leistung mehr vorhanden. Tjo...also verkauft das Dingen, an jemanden der mir dann sagte, dass er nur den Motor brauchte.... :laugh: :laugh: :nix:

Wenn der Anfang gemacht ist, also der Kratzer, die Beschädigung, dann ist das ein fortlaufender Prozess der nicht aufzuhalten ist.
Meine Theorie ist keine Theorie, dass ist felsenfeste Tatsache, Physik, Mechanik, dass funktioniert nunmal genau so. Angewandte Praxis ist treffend formuliert.
Der Traum das der Motorradmotor nach 60tkm kalt drehen nochmal 130tkm macht ist zwar da, aber die Realität sieht da ganz anders aus.
Aber wenn man jung ist, ist man unzerstörbar und nicht selten sehr euphorisch.
Honda arbeitet mit der gleichen Mechanik und Materialien wie so ziemlich alle anderen auch. Die können die Physik nicht austricksen.

Kalt drehen geht, die Spätfolgen sind aber da..immer, nicht jetzt spürbar, mitunter auch nicht in 20tkm oder 30tkm, aber die Quittung kommt, früher oder später. Wann genau weiß man nie. Mit Glück kommen die erst beim nächsten Besitzer, mit Pech bei einem selbst.

Nach den Erfahrungen, besser gesagt während dessen, habe ich jemanden kennen gelernt der Motortuner ist, noch heute, der hat mir dann mal erklärt was ich da alles so mache und was in dem Motor passiert.
Ich habe Verständnis gezeigt, fordere die Motoren heute noch so wie vor 39 Jahren, aber... IMMER ordentlich warm fahren, bestes Öl und frühzeitige Ölwechsel.
Seit dem habe ich NIE wieder Probleme mit Motoren gehabt...nur noch mit Reifen und früh verschleißenden Bremsen.... :D

Und heute weiß ich auch das der Motorentuner recht hatte, nicht nur aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, aufgrund dessen was mit meinen Fahrzeugen passiert ist, sondern auch aus beruflichen Gründen. Man entwickelt sich halt weiter und lernt dazu. :wink:

Tjo...viel Spaß mit dem Mopped und gönn ihm ruhig eine Warmfahrphase, es wird sich bei dir bedanken. :bier:


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