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 Betreff des Beitrags: Vorderadbremse richtig entlüften...
BeitragVerfasst: Mi 26. Dez 2018, 14:01 
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Hallo möchte vorne Stahlflexleitungen einbauen.
Meine Frage:
Beim entlüften nach dem Umbau,welche Seite soll ich zuerst entlüften ? :gruebel:
Hat jemand ein Tip.... :zustimm:
Wie entlüften geht ist klar ,aber welche Seite zuerst...
habe aa Stahlbusentlüftungsventile gedacht beim Umbau...


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BeitragVerfasst: Mi 26. Dez 2018, 15:37 
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Immer die Seite zuerst, die am Weitesten vom Hydraulikzylinder entfernt ist -beim Motorrad also immer links.
Aber "wie es geht, ist klar"...vorsichtig damit. So klar ist das nun wieder nicht.

Deine Stahlbusventile sind bestimmt eine tolle Sache. Dummerweise sitzen sie nicht da, wo Dein Problem ist.
Du hast neue Leitungen und damit ganz viel Luft im System. Dann füllst Du Flüssigkeit ein. Was macht die Luft? Sie ist leichter als die Flüssigkeit und will nach oben.

Jetzt baust Du die Ventile ein und versuchst, die Physik auszutricksen und die Luft entgegen ihrem Bestreben nach unten zu pumpen.
Das Resultat ist der typische Forenbeitrag "habe drei Stunden gepumpt und es ist immer noch Luft drin".

Bau die Leitungen ein, fülle Flüssigkeit auf und schlag den Lenker etwas nach links ein. So, dass der geöffnete Behälter möglichst weit oben ist, aber nicht überläuft.
Nun betätigst Du den Bremshebel ganz leicht, immer wieder, nur zwei, drei Millimeter weit. Jedes Mal steigt eine kleine Blase vom Kolben am Boden des Behälters auf. Du machst Dir die Physik zunutze und pumpst die eh schon aufsteigende Luft nach oben aus dem System statt nach unten. An Systemen mit nur einer Leitung habe ich so in fünf Minuten einen steinharten Druckpunkt. Eventuell kann man am nächsten Tag das Ganze noch mal wiederholen, bis dahin sind letzte Blasen aufgestiegen.

Man kann sicherheitshalber zum Schluss (!) unten noch einmal klassisch entlüften. Meist kommt da aber nichts mehr, es sei denn, es hat sich eine kleine Blase hinter den Kolben gebildet, die sonst nicht weg kann. Die ist aber dann nach zwei, drei Mal pumpen beseitigt. Bei meiner Methode sparst Du übrigens eine Menge Bremsflüssigkeit ein, da Du kaum mehr verbrauchst, als ins System passt, statt einen halben Liter durchzupumpen, bis die letzte Luft mühsam nach unten durchgepumpt wurde.

Nur, wenn Du Bremsflüssigkeit wechselst und dabei keine neue Luft ins System einbringst, macht es Sinn, das von oben nach unten durchzupumpen. Schon, um bei verschlammten Systeme nicht den Dreck nach oben in den Zylinder zu pumpen. Der sammelt sich nämlich unten. Und dann genügen auch die normalen Entlüftungsventile. Erst linke Seite zwei Füllungen des Behälters durchpumpen, dann rechte Seite. Eigentlich entlüftest Du dabei aber kaum, denn vorher war hoffentlich keine Luft drin und hinterher auch nicht.

Von den Stahlbusdingern halte ich wenig, sie sind sauteuer und wer ein bisschen über den Entlüftungsvorgang weiß, hat davon keine Vorteile.

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BeitragVerfasst: Mi 26. Dez 2018, 21:00 
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Hi Micha ,

warts ja schon im CB 500 forum super hilfsbereit ! !!??
Danke für deine ausführliche Erklärung :zustimm: .
Werde auch die Bremskolben neu abdichten ist ja schon 17 Jahre alt die CB 600...


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BeitragVerfasst: Fr 28. Dez 2018, 14:20 
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Je nachdem, was für Hilfsmittel du verwendest: Ich befülle immer von unten, dann ist per se erstmal wenig bis gar keine Luft im System.

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BeitragVerfasst: So 30. Dez 2018, 08:39 
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Hallo auch noch von mir!

Was ich noch hinzufügend sagen möchte ist, dass je nach Bauart die Wahl der zuerst zu entlüftenden Seite entfällt. Es gibt nämlich Bauweisen mit a) einem Verteiler (so wie die original Schläuche) oder b) mit zwei langen Schläuchen von dem Bremszylinder zu den Kolben hin.
Bei Variante b) ist es prinzipiell egal, welche du zuerst entlüftest, da beide Schläuche nahezu ein eigenes System darstellen. Dies ist auch der klassische Vorteil dieses Systems.
Da ich selber diesen Sommer erst Stahlflex verlegt habe, empfehle ich dir im vorhinein noch ein paar Kunststoffummantelte Klemmen zu kaufen. Diese dienen dann der genau definierten Führung deiner Schläuche und verhindern das Schleifen/Reiben an der Umgebung. Bereits vorhandene Originalklemmen lassen sich nur bedingt verwenden, da diese meist einen anderen Durchmesser haben und somit nicht gut halten. Bei all den Klemmen gilt jedoch: Nicht zu viel klemmen, dass ist auch nicht gesund und zu wenig ist auch blöd.

Ich wünsche einen guten Rutsch

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BeitragVerfasst: So 30. Dez 2018, 21:07 
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Danke Euch allen !!! :clap:
Habe die Version mit nur 2 Leitungen...


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BeitragVerfasst: So 30. Dez 2018, 23:03 
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Hm...ich sehe drei.
https://zsf-motorrad.de/de/Ersatzteile/ ... ggisg2fgp7

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BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 13:52 
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Hi ,

habe nur zwei Leitungen (Melvin) für Vorne und zwar diese hier:
https://www.melvin.de/default.aspx?comp ... &TY=2&ST=2

:zustimm:


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BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 15:04 
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Hattest Du nicht oben geschrieben, Du hättest eine PC34?
Streng genommen ist die Originalleitung einteilig (Nr. 2 auf dem Schaubild). Bin mal gespannt, welche Leitung Melvin konfiguriert bzw. wo der Verteiler sitzt. Die Originalleitung führt ja über das vordere Schutzblech hinweg.

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BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 17:08 
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Hallo ,
Es gibt kein Verteiler nach dem Umbau mehr.
Die beiden Leitungen gehen dann direkt auf die Bremsättel,also vom Bremsmittelbehälter mit Doppelhohlschraube direkt auf den Bremssättel links bzw. rechts...
Werde ein Bild hochladen sobalt montiert sind ..dauert aber noch sicher bis März...


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BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 20:12 
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Flyingbrick hat geschrieben:

Du gehst von der original Leitung aus, die Stahlflex Kits sind in der Regel zweiteilig.

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BeitragVerfasst: Mi 2. Jan 2019, 15:35 
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@Alrik

Wie befüllst Du denn die Bremsen von unten?

Ich frage, weil ich das gerne machen würde aber nicht weiss wie der beste Weg ist.

Ansonsten entlüfte ich leere Motorradbremsen (bisher) fast so wie Micha das beschrieben hat. Einziger Unterschied ist, dass ich zuerst doch Bremsflüssigkeit von oben nach unten pumpe und erst nachdem das System halbwegs voll ist den Bremshebel ganz leicht betätige. In 5 Minuten gelingt mir das nicht, zwischendrin eine Stunde stehen lassen um den größeren Luftblasen Zeit zu geben, nach oben zu wandern und dann noch ein paar mal den Bremshebel antippen, dann ist das Motorrad wieder fahrbereit.

Beim Bremsflüssigkeitswechsel bringe ich immer kleinste Luftblasen ins System durch das nachfüllen. Daher betätige ich den Bremshebel jedenfalls auch am nächsten Tag. Erst danach habe ich einen genauen Druckpunkt.


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BeitragVerfasst: Mi 2. Jan 2019, 16:52 
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RainerK hat geschrieben:
@Alrik

Wie befüllst Du denn die Bremsen von unten?

Ich frage, weil ich das gerne machen würde aber nicht weiss wie der beste Weg ist.

Mit nem passenden Schlauch und einer großen Spritze (Injektomat oder Perfusor).

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BeitragVerfasst: Mi 2. Jan 2019, 18:07 
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Das, was ich beschrieben habe und was auch bodenseebiker vor hat, ist ja der "worst case". Eine komplett leere Anlage wird von oben neu befüllt.
Das Aufsteigen der Luft geht ziemlich schnell, das mit den fünf Minuten ist ernst gemeint. Na okay, sagen wir sicherheitshalber zehn, damit ich mich bei einem eventuellen "Schauentlüften" nicht blamiere :naughty:

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BeitragVerfasst: Sa 5. Jan 2019, 11:19 
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Flyingbrick hat geschrieben:
Eine komplett leere Anlage wird von oben neu befüllt.

Warum?

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